Betrieb: Institut fur Ökonomische Bildung
Institut für Ökonomische Bildung (IÖB)
Das IÖB hat das Ziel, die ökonomische Bildung an Schulen zu fördern. Zu diesem Zweck entwickelt es Unterrichtsmaterialien, führt Forschungsprojekte durch und bietet Fortbildungen für Lehrkräfte an. Darüber hinaus arbeitet es mit Schulen, Hochschulen und anderen Partnern zusammen. Leiter des IÖB ist Prof. Dr. Dirk Loerwald, der als wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer fungiert.
Wirtschaft und Ethik
Wirtschaftliche und ethische Fragestellungen sind in Konsum, Produktion und Wirtschaftspolitik oft eng miteinander verknüpft. Diese ethischen Dimensionen sind daher ein wichtiger Bestandteil einer umfassenden ökonomischen Bildung, bei der neben den Sach- auch die Sinnzusammenhänge betrachtet werden. Das IÖB legt großen Wert darauf, Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortungsbewussten Handeln in der Wirtschaft zu befähigen.
Lehrerfort- und -weiterbildung
Damit ökonomische Bildung bei den Schülerinnen und Schülern ankommen kann, werden fachlich und fachdidaktisch kompetente Lehrkräfte benötigt. Das IÖB qualifiziert daher Lehrkräfte berufsbegleitend in Präsenzmaßnahmen sowie mit Hilfe einer digitalen Lernplattform. Bis dato wurden in fast allen deutschen Bundesländern und auch in internationalen Projekten zahlreiche „Blendend Learning“-Maßnahmen realisiert.
Regionaler Wirtschaftsraum
Der regionale Wirtschaftsraum ist fachdidaktisch als sozialer Nahraum von Kindern und Jugendlichen bedeutsam. Empirische Studien konnten zeigen, dass zwischen dem regionalen Wirtschaftsleben und den Schüler*innenvorstellungen über Wirtschaft enge Zusammenhänge bestehen. Diese Erkenntnis wird in den Projekten des IÖB unter anderem dazu genutzt, um Materialien für einen schülerorientierten und lebensnahen Wirtschaftsunterricht zu entwickeln.


Bevölkerung
Es ist nachgewiesen, dass das Wissen über ökonomische Zusammenhänge in der allgemeinen Bevölkerung nicht besonders ausgeprägt ist. Um dem Informations- und Aufklärungsbedarf zu begegnen, bietet das IÖB Veranstaltungen für außerschulische Zielgruppen an. Dazu gehören öffentliche Vorträge, Diskussionsveranstaltungen, Online-Kurse und Informationskampagnen, die wirtschaftliche Themen verständlich und praxisnah vermitteln.

Bildungspolitik
Wirtschaftsunterricht ist in deutschen allgemeinbildenden Schulen keine Selbstverständlichkeit. Nicht selten wird Ökonomie nur als Teil eines Schulfaches – beispielsweise gemeinsam mit Politik, Erdkunde, Technik oder Soziologie – unterrichtet. Das hat Einfluss auf die Qualität der ökonomischen Bildung in Schulen und Hochschulen, weil das Schulfach der entscheidende Handlungsrahmen für schulische Lernprozesse ist. Aus diesem Grund berät das IÖB auch bildungspolitisch zu den Herausforderungen einer seriösen Etablierung der ökonomischen Bildung im Schulsystem.


